Politische Kunst als Kampfansage gegen Diskriminierung
Diana Achtzig, eine erfahrene Künstlerin, stand oft entschlossen Seite an Seite mit Menschen verschiedener Hautfarben und verteidigte sie gegen Vorurteile und Anfeindungen. Doch auch sie selbst wurde in der Vergangenheit aufgrund ihrer ostdeutschen Herkunft im wettbewerbsintensiven Kunstmarkt diskriminiert. Sie begann ihre Karriere als Kunsthändlerin im Jahr 1990 in Amsterdam, Niederlande, und trotzte den widrigen Bedingungen einer unbeheizten Galerie, in der die Pinsel im Wasser festfroren. In Amsterdam erlebte sie eine Atmosphäre von Offenheit und Toleranz, die sich jedoch drastisch änderte, als sie versuchte, aufgrund ihres Studiums und ihrer herausragenden Qualifikationen in einen Kunstverein in Berlin aufgenommen zu werden. Hier stieß sie auf heftige Widerstände, angeführt von Sabine Schneider, die ehrenamtlich im Vorstand des Vereins Berliner Künstler (VBK) tätig war.
Auch in verschiedenen Kunstgalerien im Westteil von Berlin sah sich Diana Achtzig als Künstlerin offenem Widerstand und Provokationen ausgesetzt. Doch sie war gut vorbereitet, da sie aus jahrelanger Erfahrung als Galeristin den Umgang mit Stress und Termindruck beherrschte.
Nicht nur in der Kunstwelt, sondern auch gegen Immobilienspekulanten, die die Mieten in Berlin drastisch erhöhten, musste sich Diana Achtzig behaupten. Ihre Mietverträge wurden gekündigt, um höhere Mieten zu verlangen, und die Vertragsbedingungen einseitig geändert.
Meine Kunstwerke kämpfen schon seit 1990 gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie jede Form von Diskriminierung für schwul und lesbische Paare an!
Als Galeristin musste sie auch gegen eigene Künstler kämpfen, die heimlich ihre eigenen Werke nach großen Kunstmessen und Ausstellungen an Käufer verkauften, ohne die Galeristin angemessen zu beteiligen. Einige Künstler holten sogar bereits verkaufte Bilder aus der Galerie zurück, weil sie mit den Einnahmen nicht zufrieden waren. Dabei bewarben sie sich zeitgleich bei anderen Galerien mit kunstwissenschaftlich formulierten Texten, die von Diana Achtzig erstellt worden waren.
Nach einer schweren Erkrankung erfuhr Diana Achtzig keinen Rückhalt von den Künstlern, mit denen sie jahrelang zusammengearbeitet hatte. Sie beschloss, ihre Galerietätigkeit aufzugeben und sich ganz ihrer eigenen künstlerischen Schaffenskraft zu widmen. Heute ist Diana Achtzig eine angesehene Künstlerin, deren Werke in renommierten Kunstgalerien, auf Kunstmessen und in Kunstsammlungen weltweit vertreten sind. Mit ihrer Ausstellung setzt sie sich nicht nur für die Kunst ein, sondern auch für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.





